Rezension

Tick Tack – Wie lange kannst du Lügen – Megan Miranda

(Quelle: Amazon)

Verlag: Penguin
Genre: Thriller
Preis: 15,00€ (D) 15,50€ (A)
Seiten: 430

 

 

 

 

 

Inhalt:

Nicolette, von allen nur Nic genannt, kommt nach zehn Jahren wieder zurück in ihre Heimatstadt. Diese verließ sie damals Hals über den Kopf, weil ihre beste Freundin, Corinne, damals spurlos verschwunden ist. Nic hat das bis heute noch nicht verarbeitet. Doch sie erhält plötzlich eine Nachricht. >>Dieses Mädchen. Ich habe es gesehen<< Als sie ankommt verschwindet erneut ein Mädchen.

Cover:

Ich finde das Cover toll gemacht. Der Wald bekommt im Laufe des Buches wirklich eine Bedeutung. Auch der Titel ist „gut“ gewählt. Das pink ist ,mir persönlich, ein wenig zu grell.

Schreibstil:

Dieser ist wirklich in Ordnung. Er ist recht flüßig und stockt nicht. Doch die Autorin beschreibt viele Dinge einfach immer gleich. Gewisse Sätze und Wörter sind einfach immer die gleichen, obwohl etwas anderes besser gepasst hätte. Zumindest in meinen Augen. Dadurch kommt es zu sehr vielen Wiederholungen. Auch wurden mir gewisse Sätze einfach zu oft eingebracht, mit denen ich bis zum Schluss nichts anfangen konnte. Es waren Sätze die mal jemand zu ihr gesagt hat. Daher war der Schreibstil auch nur in Ordnung.

Meine Meinung:

An diesem Punkt haben mich sehr viele Sachen gestört aber fangen wir langsam und von vorne an. Die Geschichte wird von Hinten nach vorne erzählt. Also von Tag 15 zu Tag 1. Dadurch das wir an Tag 14 (zb.) schon erfahren das sie an Tag 13 jemanden besucht hat, ist das im nächsten Kapitel keine Überraschung mehr. Es geht viel Spannung verloren. Auch wenn man natürlich nicht alles weiß, aber etwas wichtiges, weil Nic sich darüber unterhält oder sich Gedanken macht.  Aber es ist trotzdem Spannung aufgekommen, doch die hat die Autorin irgendwie zerstört durch die vielen doppelten Sätze und Wörter. Oder weil Nic schon wieder mit den Gedanken abschweift und wir so aus der Situation gerissen werden. Die Charaktere hatten alle samt nicht sehr viel Tiefgang und wenig Hintergrundgeschichte, bis fast zu Ende. Und auch am Ende hatte ich nicht das Gefühl diese Person, die ich jetzt über 400 Seiten begleitet habe, wirklich zu kennen. Die Perspektive war für mich eine falsche. Ich bekam die ganzen Personen so hingestellt. Alles was Nic sagte musste ich ihr glauben, weil niemand was anderes sagt. Keiner hat ihr widersprochen. Ist aber auch klar, sie dachte leise. Sie hat in ihrem Kopf in der Vergangenheit gekramt oder sich etwas über eine Person gedacht. Ich konnte mir kein wirklich eigenes Bild von den Personen machen. Ich musste es so hinnehmen. Aber ich denke das genau das in so einer Geschichte wichtig gewesen wäre. Das auch ich als Leser mir ein Bild von den anderen Charakteren machen kann.

Dann nur was ganz kleines, für zwischendurch. Die Autorin lässt in diesem Buch jemanden E-Mails downloaden. Seit wann kann man die downloaden? Soweit ich weiß kann man sie aufrufen. Man kann sie auch downloaden, aber ich glaube die Autorin meinte schon das aufrufen an sich.

Jetzt noch eines bevor ich zum Ende komme. Es gibt einen ganz großen Logikfehler, zumindest sehe ich das so. Der ist recht am Ende, aber ich versuche nichts zu verraten. Falls das Buch jemand gelesen hat kann er mir gerne sagen ob er das auch so sieht oder ob ich falsch liege. Und zwar passiert an einem Tag etwas ganz besonderes. Also sie wird wach und dann passiert etwas. Lassen wir das mal so stehen. Nächtes Kapitel, wir sind an einer völlig anderen Stelle. Ich kannte mich erstmal gar nicht mehr aus, weil ich mir nicht erklären konnte wie es zu der Szene im vorhigen Kapitel kam. Und dann kommt das nächste Kapitel und dann wird mir erst erklärt wie es zu dem Ereignis in dem Kapitel kam. Das ist unlogisch weil es gar nicht möglich ist. Ich nehme an hier wurde etwas vertauscht. Oder keine Ahnung was da passiert ist, aber ich bin mir ziemlich sicher, so gehört das nicht.

Kommen wir nun zum Ende. Dieses macht das ganze Buch eigentlich unnötig. Es hätte gereicht wenn ich die letzten 2 oder 3 Kapitel gelesen hätte. Denn sie erfährt hier etwas was die restlichen Tage einfach nur unnötig macht. Die ganzen Gedanken und dieses ganze drum herum macht es einfach nur richtig unnötig. Das Buch hätte 50 Seiten bekommen können, von mir aus auch 100. Aber die anderen hätte man sich wirklich sparen können, sobald man das Ende kennt. Ich kann leider nicht mehr vergeben. Das Buch klang wirklich gut, aber es gab zu viele Punkte die mich gestört haben. Und ich habe es auch nur zu Ende gelesen weil es ein Rezensionsexemplar war.

Ich bedanke mich beim Verlag für das Rezensionsexemplar. Dies beeinflusst aber in keinster Weise meine Meinung!