Rezension

You – Caroline Kepnes

You (Mobile)Verlag: INK

Genre: Roman (Meine Meinung: Psychothriller)

Preis: 14,99 € (D) 15,50 € (A)

Seiten: 512

 

Inhalt:

Joe Goldberg besitzt eine eigene kleine Buchhandlung. Eines Tages geht Beck in seinen Laden und kauft sich einige Bücher. Diese bezahlt sie mit Karte und so kann Joe ohne Probleme mehr über sie erfahren. Ganz schnell weiß er alles über sie. Doch dabei kann und möchte er es nicht belassen. Beck soll ganz alleine seine Frau sein.

Cover:

Wenn ich das Cover sehe, bin ich verwirrt. Für mich sagt es einfach nichts aus. Das Rot könnte Blut sein. Oder ein rotes Meer. Ein roter Abgrund. Die Farbe der Liebe. Es könnte aber auch keine bestimmte Bedeutung haben. Das Englische Cover sieht in dem Punkt besser aus. Auf dem sehe ich schon einen Teil der Geschichte. Ich finde somit das Cover einfach nur nichts sagend.

 

Schreibstil:

Der Schreibstil war sehr außergewöhnlich. Wir bekommen die Geschichte nämlich von Joe selbst erzählt. Und das hat mich am Anfang echt schockiert. Denn man bekommt die Geschichte immer, aus seiner gedanklichen Perspektive mit. Ich wusste immer was er dachte. Und warum er das tut. Alleine durch diesen Aspekt, fand ich das Buch sehr spannend. Aber auch weil es immer wieder Konflikte gab, die einfach nicht sofort gelöst wurden. Natürlich wusste ich bei einigen Dingen, das es dazu kommen wird. Dennoch wusste ich nicht wie und was dann passieren würde und das fand ich sehr spannend. Der Schreibstil ist eigentlich flüssig. Hin und wieder war er mir zu abgehackt. Aber das lag zum größten Teil an sprunghaften Gedanken oder sehr schnellen Szenen. Was ich auch sehr gut fand war das in diesem Buch gewisse Wörter einfach geschrieben wurden. In anderen Büchern liest man Sätze wie ‘Ich möchte in sie eindringen.’ oder sonst so Sachen. Hier liest man „ich möchte sie auf der Stelle ficken“. Fand ich wirklich gut. Denn die Gedanken wurden nicht verschönert. Nichts wurde zensiert. Es waren einfach die Gedanken von Joe. Was ich bemerkenswert finde ist, dass dieses Buch von einer Frau geschrieben wurde. Ich versteh bis jetzt nicht ganz wie sie sich so gut in diesen Charakter hineinversetzen konnte. Denn die Gedanken klingen kein bisschen weiblich. Es liest sich wie von einem Mann. Ich rede hier nur von der männlichen Sicht, nicht das ihr denkt ich fände weibliche Autorinnen nicht gut oder so. Die Kapitel waren von der Länge her eigentlich in Ordnung. Einige empfand ich aber als zu lang, wirkte auf mich einfach wie in die Länge gezogen.

 

Meine Meinung:

Etwas das mich wirklich gestört hat war das in diesem Buch Speisen und Getränke erwähnt werden die man bei uns gar nicht kennt. Irgendwo ist das ja logisch, das Buch wurde ja „nur“ übersetzt. Aber dafür hätte man etwas anderes nehmen können. Dann gibt es halt Schnitzel oder sonst was. Aber meine Erwartungen wurden erfüllt. Sogar etwas übertroffen. Denn ich habe nicht damit gerechnet, dass es wirklich gut wird. Vor dem Lesen hatte ich etwas Angst davor. Denn so ein Buch habe ich bis jetzt noch nicht gelesen. Und das mag sich nun verrückt anhören aber ich konnte Joe verstehen. Ich konnte mich in ihn hineinversetzen. Die Gedanken wurden sehr gut geschildert. Obwohl ich ganz bestimmt nichts mit dieser Richtung zu tun habe konnte ich das verstehen. Ich konnte nachvollziehen warum es Joe so geht und warum er so handelt. Beck allerdings ist da anders. Sie habe ich fast gar nicht verstehen können. Alles was sie tat war für mich sehr seltsam. Viele Handlungen konnte ich nicht nachvollziehen. Außerdem bekommt man von ihr nur die Sicht von Joe. Ich erfahre also nie was Beck denkt. Das erfahre ich alles nur durch Joe. Finde ich sehr schade. Denn so wirkte Beck sehr oberflächlich. Für mich bekam sie nur eine sehr schwache Persönlichkeit in dem Buch. Die Atmosphäre war sehr düster. Obwohl ich auch sagen muss das sie sehr knisternd war. Es war ein ständiger Wechsel. Die Geschichte ist logisch aufgebaut. Obwohl ich sagen muss das mir vieles zu schnell ging. Also oft hätte ich gerne gewusst wieviel Zeit zwischen Ereignis A und Ereignis B vergangen ist. Aber es ergab schon alles irgendwie Sinn. Denn so musste bzw. konnte ich mir halt denken das dazwischen nicht genau 2 Stunden und 5 Minuten liegen, sondern eine Woche. Die Umsetzung finde ich in Ordnung. Allerdings wirken alle Charaktere bis auf Joe wirklich oberflächlich. Egal wie sehr sie in die Handlung Eingreifen oder eben auch nicht. Ich werde aber trotzdem den zweiten Teil lesen. Denn so schlecht fand ich das Buch auch nicht. Beim Lesen fiel mir das alles gar nicht so auf. Im Nachhinein dann schon etwas mehr. Aber beim Lesen hatte ich wirklich Spaß. Das Buch wird mir bestimmt etwas länger im Kopf bleiben. Und ich denke, dass man aus diesem Buch auch eine Kleinigkeit lernen kann. Man sollte aufpassen wie öffentlich man was postet. Das Ende fand ich etwas zu schnell und einfach abgewickelt. Und auch sehr schroff. Mich hat es sehr verwirrt.

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