Rezension

Mein bester letzter Sommer – Anne Freytag

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Verlag: Heyne>fliegt

Genre: Jugendbuch

Preis: 14,99€ (D) 15,50€ (A)

Seiten: 368

 

Inhalt:

Tessa ist schwer krank, wenn sie könnte, würde sie die Zeit zurückdrehen. Denn sie hat ihr Leben nie wirklich gelebt. Immer hat sie auf den perfekten Moment gewartet, den perfekten Jungen. Tessa ist wütend und traurig zugleich. Doch dann trifft sie Oskar und er möchte ihr ein letztes Geschenk machen. Er ist der Junge, der keine Angst vor ihrem Geheimnis hat und der hinter ihre Fassade blicken kann. Und so nimmt er sie mit auf eine Reise nach Italien. Oskar möchte ihr einen letzten perfekten Sommer schenken.

Cover:

Das Cover verspricht meiner Meinung nach eindeutig mehr als nur Italien. Ich hatte eine Weltreise erhofft. Das Blau ist für mich das Meer gewesen. Und ich dachte einfach, dass es mehr Orte zu sehen gibt. Doch leider war es wirklich nur Italien, fand ich sehr schade. Wenn ich mir das Cover so ansehe, denke ich an eine Liebesgeschichte. Und einen road trip, um die ganze Welt. Nun ja, die Liebesgeschichte bekommen wir und auch den road trip. Immerhin.

Schreibstil:

Die Autorin möchte ihr Buch sehr tiefsinnig klingen lassen. Sie arbeitet häufig mit Metaphern. An und für sich finde ich das sehr gut, doch irgendwann wird es etwas nervig. Außerdem hatte ich das Gefühl, gewisse Themen werden immer wieder ausgekotzt nur mit einer anderen Metapher. Es sollte so erscheinen als wäre es etwas Neues. Aber er war im Großen und Ganzen flüssig zu lesen. Der Schreibstil war für mich jetzt aber auch nicht wirklich fesselnd. Er war eher fast schon langweilig. Die Kapitel waren, zumindest auf meinem Handy, recht kurz. Sie betrugen immer so 5-20 Seiten, glaub ich. Im Buch kann ich es leider nicht sagen, da meines einen Druckfehler hat.

Meine Meinung:

Wäre ich bei diesem Buch mit niedrigen Erwartungen ran gegangen, wäre es wahrscheinlich besser gewesen. Aber von dem Buch hört man fast nur Gutes. Überall wird es in den Himmel gelobt, deswegen hatte ich sehr hohe Erwartungen. Das Buch konnte es mir deswegen leider nicht ganz so recht machen. Was ich gut fand, ist das Tessa im Vergleich zu all den anderen Protagonisten in Liebesschnulze x-y, kein Krebs hat. Denn das ist ja die liebste Krankheit. Versteht das nicht falsch!! Doch ich muss sagen, dass die Charaktere zu oberflächlich waren. Tessa war mir oft zu wirr und seltsam. Allgemein war ihre Familie sehr komisch. Die Geschichte leider viel zu vorhersehbar. Ich habe immer auf irgendwas gehofft, mit dem ich nicht gerechnet habe, leider kam das nicht. Denn selbst das Ende konnte ich erahnen und sogar ungefähr sagen, wo es kommt durch die Seitenanzahl. Viele sagen auch sie haben weinen müssen oder ähnliches, ich saß da und habe das Buch einfach gelesen. Keine einzige Stelle in dem Buch hat mich irgendwie berühren können. Und das liegt nicht daran, dass ich gefühlskalt bin, sondern einfach an der Erzählweise, an den Charakteren usw. Es gab Stellen, da konnte ich Tessa sehr gut verstehen. Aber im Großen und Ganzen war es einfach sehr seltsam. Tessa steht mit sich selbst und dem Leben so sehr im Konflikt, dass ich als Leser es zu stark zu spüren bekomme. Ihre Gefühle, die damit einhergehen, sind zu wechselhaft. Wahrscheinlich kann das auch mal passieren, aber es war das ganze Buch über so. Vielen Menschen die wissen dass sie sterben werden geht es wahrscheinlich ähnlich. Doch das hier ist ein Buch, eine Geschichte. Und ich finde, dass man genau da schauen sollte, was ist zu krass, was passt. Wenn die Autorin das 3-mal so gemacht hätte, fände ich es gut. Dann hätte man Eindrücke gehabt und gut ist es. Ansonsten hätte man das runter schrauben müssen. Die Atmosphäre sollte traurig sein, auch für mich herrschte in dem Buch eine gedrückte Stimmung. Doch sie hat mich nicht berührt. Da mir die Charaktere egal waren, hat es mich auch nicht interessiert, wenn Tessa schon wieder rumheulte oder zickte. Sie konnte auch lachen und glücklich sein, es war mir fast egal. Die Geschichte an und für sich ist logisch. Doch einige Handlungen und Gedanken kann ich nicht ganz nachvollziehen. Ich habe mir eindeutig mehr erwartet und hätte ich nicht auf was Großes gewartet, hätte ich das Buch eventuell sogar abgebrochen. Daher von mir:

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