Rezension

Geständnisse – Kanae Minato

Geständnisse - Kanae MinatoVerlag: C.Bertelsmann

Genre: Roman

Preis: 16,99€ (D) 17,50€ (D)

Seiten: 272

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Inhalt:

Moriguchi ist alleinerziehende Mutter und Lehrerin. Doch eines Tages findet man ihre kleine Tochter Tod im Schulschwimmbad auf. Alle halten es für einen Unfall. Wenige Wochen später kündigt die Lehrerin ihre Stelle, doch bevor sie geht offenbart sie der Klasse ein Geheimnis. Der Tod ihrer Tochter war kein Unfall, zwei ihrer Schüler haben sie umgebracht. Moriguchi möchte ihrer Klasse eine Lektion erteilen und tritt damit etwas furchtbares in Gang. Und am Ende kommt keiner ungeschoren davon.

Cover:

Das Cover finde ich sehr seltsam. Das Rot könnte noch für Blut, Rache, Schule, Drama oder so was in die Richtung stehen. Aber der Apfel? Was soll mir der sagen? Ich habe meinen Freund mal gefragt, was dieser Apfel da soll. Seine Antwort war, dass es daran liegen könnte, das man Äpfel mit Lehrern in Verbindung bringen kann. Denn man verschenkt gerne Äpfel an Lehrer. Mir fällt dazu nichts ein. Aber durch dieses schlichte spricht mich das Cover doch sehr an. Für mich sieht es eher ein wenig nach Thriller aus als nach Roman und es hat auch einen leichten Thriller touch.

Schreibstil:

Die ersten 20 Seiten waren sehr gewöhnungsbedürftig. Denn das erste Kapitel wird uns von der Lehrerin selbst erzählt. Es ist ein Dialog, doch wir bekommen nur sie mit. Wenn ein Schüler eine Frage stellt, lesen wir das nicht. Sondern lesen dann „Herr XY, ob ich jemals daran gedacht habe, zur Polizei zu gehen?“, war jetzt nur ein Beispiel, ich weiß gar nicht, ob das vorkommt. Aber nach 20 Seiten gewöhnt man sich daran. Das Buch hat 6 Kapitel, die doch sehr lang sind, und in jedem dieser Kapitel bekommen wir die Geschichte aus einer anderen Sicht erzählt. Man liest also die gleiche Geschichte 6-mal, aber bekommt Gefühle und Gedanken der Person besser mit und kann daher besser verstehen und nachvollziehen. Denn jeder handelt aus einem gewissen Grund heraus, und denn erfahren wir auf diese Art und Weise. Das empfinde ich persönlich als sehr gut. Mir gefällt diese Art zu erzählen und der Aufbau sehr gut. Ansonsten war der Schreibstil sehr flüssig, nur die ganzen Namen waren etwas kompliziert. Ist aber logisch, da das Buch in Japan spielt.

Meine Meinung:

Ich hatte gar nicht so hohe Erwartungen an das Buch. Einige Meinung habe ich mitbekommen, doch es waren recht wenige. Ich habe mit einem guten Buch gerechnet. Aber es war doch sehr außergewöhnlich. Meine Erwartungen wurden in gewissen Punkten sogar übertroffen. Die Charaktere waren sehr gut ausgearbeitet. Ich konnte einige Handlungen wirklich erst verstehen, wenn ich die Sicht der Person gelesen habe. Denn ansonsten war es immer sehr verwirrend. Warum macht er/sie das plötzlich? Was bewegt ihn dazu? Und oft war auch die Auffassungsgabe der Person die gerade erzählt einfach falsch. Was aber sehr gut war. Denn so wurde viel mit Wahrnehmung, der Psyche usw. gespielt. Das hat mir besonders gefallen. Wie man merkt, dass die Personen leiden, sich freuen usw. Auch die Psyche der Personen wurde sehr gut und sehr genau beleuchtet. Allerdings kann die Geschichte wenig Spannung aufbauen. Denn man kennt die Geschichte nach dem ersten Teil ja schon zum größten Teil. Doch es gab einige Stellen und Kapitel da wurde Spannung erzeugt durch Gedanken und Gefühle. Oder durch Dinge, die keiner mitbekommen hat, außer die Person selbst. Die Geschichte war sehr logisch. Ich würde auf jeden Fall noch etwas von der Autorin lesen. Ob mir die Geschichte aber wirklich im Kopf bleibt, weiß ich nicht so recht. Von mir bekommt dieses Buch:

4 (Custom)

Ich bedanke mich beim Verlag für das Rezensionsexemplar. Dies beeinflusst aber in keinster Weise meine Meinung!

Ein Kommentar zu „Geständnisse – Kanae Minato

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