Rezension

Du fehlst mir, du fehlst mir! – Peter Phol / Kinna Gieth

Du fehlst mirVerlag: dtv

Genre: Jugendbuch

Preis: 8,95€ (D) 9,20€ (A)

Seiten: 263

 

 

 

 

Inhalt:

Cilla und Tina sind eineiige Zwillinge. Die beiden stehen kurz vor ihrem 14. Geburtstag, doch diesen wird Cilla nicht mehr erleben. Denn sie wird bald bei einem Autounfall ums Leben kommen. Nun ist Tina ganz alleine. Ohne ihre Schwester. Mit der sie doch über alles reden konnte. Aber sie muss lernen damit zu leben.

Cover:

Das Cover ist nichts besonderes. Es ist mal wieder ein Gesicht auf diesem. Dennoch hat es hier etwas mit der Geschichte zu tun. Denn dieses Gesicht spiegelt sich in der Glasscheibe. Und eineiige Zwillinge sehen bekanntlicherweise gleich aus. Tina könnte also in diesem „Spiegelbild“ ihre Schwester erkennen und nicht sich selbst.

Schreibstil:

Er war recht gewöhnungsbedürftig, dafür hat er aber was außergewöhnliches. Außerdem ist er recht wirr. Aber das ist die ganze Geschichte, dazu aber später mehr. „Bevor die Leere allzu überwältigend wurde, rief Micke Englund an, ein durch und durch netter Kerl, mit dem man sich immer gut unterhalten konnte. Er teilte mit, daß er in Lottas, Tinas Freundin, verliebt sei, sie aber nicht alleine zu treffen wagte, und jetzt wollte er wissen, ob Tina möglicherweise mit Tobbe, Mickes Kumpel, zusammen sein wolle, damit sie miteinander … also … checkst du, was ich meine?“ – Kapitel 3 Seite 38. Wie man anhand dieses Zitates gut sieht, sind die Sätze recht lang. Auch sind sie in der Schreibart immer etwas komisch. Denn zuerst ist der Schreibstil recht „hoch“, also halt einfach nicht normal. Wenige Bücher drücken sich heute noch so aus. Und dann plötzlich ein „checkst“, das wirkt auf mich einfach nicht mehr so wie die Sätze davor. Einer der Punkte, die den Schreibstil recht schwer zu lesen machen. Denn er wirft mich immer wieder raus. Ich komme in keinen Lesefluss damit. Und das nicht mal, weil dieses Buch sich anders ausdrückt, sondern wegen solchen Worten, die einfach nicht rein passen. Die Kapitel sind, im Gegensatz zu den Sätzen, recht kurz. Meistens so um die 10 Seiten.

Meine Meinung:

Fangen wir mal an mit dem Punkt, den ich weiter oben schon angesprochen hab. Das Buch ist (fast) durchgehend verwirrend für mich gewesen. Es werden immer wieder Kapitel oder Absätze eingeworfen, die eigentlich in der Vergangenheit liegen. Und das ist hin und wieder sehr verwirrend. Überhaupt weil es null Zusammenhang mit dem eigentlichen Geschehen gerade hat. Aber manchmal hat es den schon und dann ist das auch sehr seltsam. Das ganze Buch ist irgendwie sehr komisch. Fängt ja schon am Schreibstil an. Spannung gibt es auch keine. Man erfährt ja schon anhand des Klappentextes, worum es geht und böse Überraschungen gibt es auch keine. Die Geschichte fließt halt so vor sich hin ohne wirkliche Spannung oder Wendungen. In einem Buch wie diesem, ist das jedoch in Ordnung, da man hier sehr schlecht eine Bombe platzen lassen kann. Was soll den noch passieren, das alle umhaut, womit man so gar nicht gerechnet hat? Klar gäbe es da sicher 2-3 Dinge, aber in dem Buch geht es ja wirklich fast nur, um die Bewältigung des Todes, bzw. wie Tina damit umgeht. Cilla und Tina waren zwei Charaktere, die hätten unterschiedlicher fast nicht sein können. Im Großen und Ganzen konnte ich mich recht gut in Tina hineinversetzten. Obwohl sie das totale Gegenteil von mir ist. Aber ich konnte viele ihrer Handlungen nicht nachvollziehen. Ja, wenn man trauert macht man komische Dinge, doch einige davon, waren dann schon sehr komisch in so einer Situation. Ich konnte aber nicht trauern. Oder anders gesagt, ich konnte beim Lesen keine Bindung zu der Trauer nehmen. Es wirkte auch gar nicht wirklich so deprimiert. Ich habe gemerkt das die Autoren das rüber bringen wollten, doch bei mir kam es leider nicht an. Auch die Qualen die Tina durch macht, kommen bei mir nicht so an. Für mich las sich das ganze so gleichgültig. Es kamen einfach keine Emotionen rüber. Ich konnte die Emotionen die da standen, zwar verstehen und nachvollziehen, aber mehr auch nicht. Aber die Geschichte war in Ordnung. Man hätte es besser machen können. Deswegen von mir:

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