Rezension

The Hate U Give – Angie Thomas

IMG_6559 (Mobile) (2)Verlag: cbt

Genre: Jugendbuch

Preis: 17,99 (D) 18,50 (A)

Seiten: 496

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Inhalt:

Starr lebt in zwei Welten. Sie selbst wohnt mit ihrer Familie in einem sehr armen Viertel. Aber sie geht auf eine Privatschule und dort ist sie fast die einzige Schwarze. Eines Tages muss Starr mit ansehen wie Khalil, ihr bester Freund, von einem Polizisten erschossen wird. Sehr schnell rückt sie ins Zentrum der Aufmerksamkeit. Viele sagen das Khalil ein Gangmitglied war und er somit seinen Tod schon in der Hand hatte. Andere gehen für ihn auf die Straße. Denn er war an diesem Abend unbewaffnet. Starr und ihre Familie werden von der Polizei und einem Drogenboss unter Druck gesetzt. Die Frage die alle interessiert und zwar was an diesem Abend wirklich passiert ist, kann nur Starr beantworten. Doch ihre Antwort würde ihr Leben in Gefahr bringen.


Cover:

Das Cover ist sehr schlicht aber aussagekräftig. Obwohl ich finde man hätte im Hintergrund noch etwas mehr machen können. Aber auch so sagt es im Prinzip schon alles aus. Doch das verstehe ich nicht, ohne das Buch zu lesen. Der Titel des Buches hat nämlich eine Bedeutung und auf die wird in dem Buch etwas eingegangen. Davor hatte ich keine Ahnung was es mit diesem Titel auf sich hatte. Ich denke aber das wenn  man in die Richtung mehr gelesen hat oder selbst irgendwie damit zu tun hat, wird man das verstehen.


Schreibstil:

Das Buch war voll von Wörtern die ich nicht kenne. Außerdem wurde die Sprache der Figuren natürlich an die Gegend angepasst. Aber wenn ich in jedem zweiten Satz „Yeha“ lese, kommt mir langsam das kotzen. Tut mir leid für meine Wortwahl. Außerdem wusste ich bis zur hälfte des Buches nicht das hinten ein Glossar ist, hätte mir das ganze bestimmt erleichtert. Aber egal. Ich finde es zwar gut das die Autorin auf die Ausdrucksweise eingeht und das mit einbaut. Aber meiner Meinung nach ist es einfach viel zu viel gewesen. Sie hat versucht die Charaktere fast schon krankhaft in dieses Ghetto Klischee zu pressen. Es gibt bestimmt Menschen die so sprechen, da sage ich nichts. Aber für mich las sich das ganze sehr gezwungen. Und irgendwo hat es auch einfach nicht immer gepasst. Es war hier einfach zu viel des guten. Der Schreibstil an sich war in Ordnung. Einige Sätze wirkten mir zu abgehackt. So kurz gefasst, obwohl dazu mehr hätte kommen müssen, meiner Meinung nach. Die Kapitel sind für ein Jugendbuch dann oft sehr lang. Zumindest kamen  sie mir viel zu lang vor. Es gab Kapitel mit 15 Seiten. Das war mir persönlich dann zu viel Information auf einmal, in diesem einem Kapitel.


Meine Meinung: 

Ich weiß bis jetzt nicht ganz so genau was ich dazu sagen soll. Ich hatte recht hohe Erwartungen. Das Buch wurde und wird ja überall in den Himmel gelobt. Dafür das es so gut sein soll hat es mich aber wirklich enttäuscht. Starr ist zwar ein nettes Mädchen und eigentlich voll in Ordnung, aber empfindet sie auch etwas? Es wird zwar klar das es ihr schlecht geht oder das sie wütend ist. Aber bei mir kam das nicht an. Ich hab gelesen wie sie weint, schreit und zusammenbricht. Doch dieses Gefühl, die wirkliche Bindung zwischen Leser und Buch, kam bei mir nicht an. Und deswegen kann ich Starr zwar sehr oberflächig verstehen, aber nicht wirklich im inneren. Was ich sehr schade finde. Außerdem haben mich, wie oben schon gesagt, diese ganzen typischen „Schwarzen“ Begriffe gestört. Ich konnte mit der hälfte der Wörter nichts anfangen. Es gibt hinten übrigens ein Verzeichnis dieser Wörter, da werden sie auch erklärt. Da kam ich aber erst nach der hälfte des Buches drauf und das auch nur wegen meinem Freund. Denn ich blätter in einem Buch im Normalfall nicht bis nach ganz hinten. Ich schau höchstens mal wie viele Seiten das Buch hat. Und da das Buch 496 Seiten hat, dachte ich mir das danach ist das übliche, Danksagung und so Zeug eben. Aber ist auch total egal. Hinzu kommt das diese ständigen „Yeha“ und was weiß ich alles nach 50 Seiten einfach nur noch genervt haben. Aber das hab ich oben schon mal erklärt. Das Buch hatte keine wirkliche Spannung. Die einzige die aufgebaut wurde war das Khalil erschossen wird und Starr dabei ist. Das ganze kommt natürlich auch vor Gericht und im Prinzip dreht es sich in dem Buch aber nicht um diese Verhandlung oder die Unterdrückung. Sondern für mich war es eher Familiendrama und Bandenkriege. Ja es gab Demonstrationen. Man hat gemerkt das die Menschen dort anders behandelt werden, aber für mich wurde das eher so in den Hintergrund gestellt. Die Sache dir für mich wirklich wichtig gewesen wäre, also das Gericht, die Ermittlungen, die Entscheidung,  all das würde in insgesamt 20 Seiten erledigt. Hat mich wirklich gestört. Außerdem hat sich das Buch für mich extrem lang gezogen. Die ersten 50 Seiten waren für mich irgendwie überflüssig, zu viel drum herum. Ich als Leser hatte keine Ahnung von irgendwas. Daher war der Einstieg meiner Meinung nach sehr schlecht gewählt. Und danach war es zum größten Teil nur noch ja das ist mein Leben. Familiendrama und so weiter. Denn das was in diesem Buch dargestellt wird, wenn wir mal von der Polizei und dem Gesetzt absehen, passiert genauso in anderen Schulen und anderen Ländern. Und das hat dann nichts damit zu tun das die Person eine andere Hautfarbe hat. Täglich werden z.b. Schüler gemobbt und das nicht nur weil sie eine andere Hautfarbe haben, außerdem geht das andersrum genau so. Eine Gruppe dunkelhäutiger kann auch einen einzigen Weißen schikanieren, weil er weiß ist. Und das Ende war dann einfach nur schnell runtergeschrieben. Man hatte plötzlich Zeitsprünge von 2 Monaten. Also ich persönlich konnte mit diesem Buch sehr wenig anfangen, daher von mir:

Ich bedanke mich beim Verlag für das Rezensionsexemplar. Dies beeinflusst aber in keinster Weise meine Meinung!

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